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Seit den 80er-Jahren fließen Spenden aus dem Westerwald an
bedürftige Menschen in Madras in Südindien. Der Erlös des Löwenlaufs ist eine jährliche
Stütze, um vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
HACHENBURG. Beim Treffen der Mitglieder und Sponsoren der DJK Marienstatt im Schalander
der Westerwald-Brauerei in Hachenburg konnte ein Scheck über 4000 Euro an den Verein
"Kinderheim und Dorfambulanz Südindien" überreicht werden. Der Betrag wurde beim traditionellen
Löwenlauf im vergangenen Herbst von den Teilnehmern erlaufen.
Das Geld fließt nicht in eine anonyme Organisation, sondern gezielt und kontrollierbar
in zwei südindische Hilfsprojekte: Zwei Kinderheime, die für 400 Kinder nicht nur Unterkunft
und Verpflegung stellen, sondern auch einen Schulbesuch ermöglichen. Ferner besteht dort eine
Dorfambulanz, die inzwischen mehr als 2000 Menschen aus den ländlichen Regionen behandelt.
Vorsitzende Carla Schneider freute sich über die innige Verbundenheit nach Indien. Hanna Schneider,
die Tochter der Brauereifamilie, absolvierte dort ihr Sozialpraktikum. Aber auch andere Vereinsmitglieder
haben bereits die geförderten Einrichtungen in Madras und Umgebung besucht. So konnten Käthe Steindorf (79)
und Petra Krämer (29) ihre ganz persönlichen Eindrücke sammeln: "Indien ist für uns alle ein Begriff
familiären Gefühls geworden."
Anke Strenge-Hesse, die Initiatorin des Projektes, demonstrierte mit Hilfe von Dias eindrucksvoll,
welche enormen Fortschritte im Vorjahr erzielt wurden, besonders die hygienischen Zustände und die
Versorgung mit Medikamenten verbesserten sich. Dass dies möglich wurde, sei auch all den Mitgliedern
zu verdanken, die sich aktiv an der Organisation des Löwenlaufs ehrenamtlich beteiligten. Jeder
gebackene Kuchen habe dazu beigetragen, die Situation vieler armer Menschen zu verbessern.
Sandra Schultz-Utermühl, Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, motivierte dazu,
sich für den Löwenlauf weiterhin tatkräftig einzusetzen: "Die Zusammenarbeit mit der
DJK Marienstatt und der Westerwald-Brauerei ist hervorragend. Wir freuen uns, dass wir so
engagierte Leute vor Ort haben." Albrecht Gehlbach, Vorsitzender der DJK: "2007 gingen
1600 Teilnehmer an den Start. Der Löwenlauf ist die größte Veranstaltung dieser Art in
Rheinland-Pfalz." Mit einem Präsent würdigte er die Leistungen Hans-Jörg Sievers', der seit
1987 als Organisationsleiter für den Erfolg der Laufveranstaltung mitverantwortlich gewesen ist.
Sein Dank galt auch Michael Henneberg vom Sportclub Optimum, der 2007 erstmalig die Gesamtleitung
des Löwenlaufs hatte. Ihm sei es geglückt, durch ein neues Rahmenprogramm und die Internetgestaltung
dem Löwenlauf ein modernes Gesicht zu geben. Dietrich Rockenfeller vom Lauftreff Puderbach
verdeutlichte, wie wichtig derartige Projekte sind:"Zwischen Madras und Liechtenstein liegen
Galaxien." 2008 werden Achim Schneider und Roman Plewnia gemeinsam die Leitung des Löwenlaufs
übernehmen. Den beiden dürfte die tatkräftige Mithilfe aller Beteiligten gewiss sein.
(son)